ausblüte

erschienen in Literart, Edition AS, offene Literatur, Heft 15 /2022

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ein bellendes tier
hat sich in deine sicht ge
bissen und
schwimmt dir durch den
blick dein hindernis.

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die tage sind so kurz ge
worden glaube mir
perlnacht tropft aus einem
turm dunkelt dem
fluss der worte nach bis
ins pech.

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die tage sind zu kurz ge
kommen denke ich
etwas schellt in dir zu
grund. du warst im guten
doch nur auf einem
fuß im bild.
nun
bricht eins
ums
andere und blüht aus.

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viele tage tiefer
liegt ein falscher ton ein
gedanke auf deinem 
kopf im scheitelhaar
er wächst dort
wo du erreichbar warst
für quantensprung die
flügel ohne wachs

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und wie du dich so über
setzt deine jahre watch the
gap fällst du auch schon hinein
schmilzt ins ungefähre
letzter schneezeit.

nordblau tauend
alles hell darin. die eile
steht am horizont
die zeit rollt sich wie
ein totes tier.

weißt du noch sagst du
brichst durch papier die schrift auf.
denkst
eines tages
und bleibst dir
zurück.

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auf deinem blick
schwimmt ein tier
es hat sich in deine
sicht ge
bissen. alles
wolltest du sein
ein fisch ein gras.

nun trinkst du
dem meer salz ab
doch sinkst nicht.
treibst an oberflächen
nimmst wolken
den zug.

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ich bin himmel
sagst du.
mehr als boden
und kopf.

eine krähe weckt den
wald sein
blau leckendes grün
ist dir ein netz
wenn du aus den
worten fällst. also

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sei hoch
hinaus.
trau dem kopfstein nicht
er tritt die seele fest.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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